Wie funktioniert Schlaf eigentlich?

Schlafen ist für die meisten von uns ein automatisierter Prozess über den wir gar nicht viel nachdenken. Wir wachen morgens auf, gehen arbeiten, treffen uns anschließend mit Freunden, essen unser Abendessen und irgendwann schlafen wir dann müde ein. Doch wie funktioniert Schlaf eigentlich? Wie schlafen wir ein und wie wachen wir wieder auf? 

Wir verbringen rund ein Drittel unseres Lebens schlafend. Das ist eine ganz schön lange Zeit. Um unseren Schlaf besser zu verstehen müssen wir uns einige wichtige Hormone näher ansehen, die daran beteiligt sind.

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Melatonin – das Schlafhormon lässt uns schlummern.

Ein wichtiger Taktgeber unserer inneren Uhr ist das auch als Schlafhormon bekannte Melatonin. Dieser natürliche Botenstoff steuert unseren Schlaf-wach-Rhythmus und taktet damit auch unsere innere Uhr (den sogenannten Biorhythmus). 

In der Nacht

Wenn es dunkel wird beginnt unser Körper, Serotonin in das Schlafhormon Melatonin umzuwandeln. Der Melotonin-Spiegel im Blut steigt an und erreicht in der Regel gegen drei Uhr nachts einen Höhepunkt.

Unser Körper reagiert darauf und wird schläfrig:

  • die Körpertemperatur sinkt,
  • die Atmung verlangsamt sich und
  • auch andere physiologische Prozesse im Körper werden auf Nachtmodus geschalten

Am Tag

Bei Tageslicht kommt die Melatonin-Produktion hingegen fast vollkommen zum Stillstand. Das bedeutet, der Melatoninspiegel ist tagsüber am geringsten.

Einflüsse auf die Melatonin Produktion

Mit zunehmendem Alter lässt die Effektivität der Melatonin-Bildung nach. Ein- und Durchschlafprobleme werden daher im Alter häufiger.

Neben diesem altersbedingen Abfall hemmen auch Alkohol, Koffein und künstliche Lichtquellen mit hohem Blaulichtanteil (wie Smartphones und Bildschirme) unsere Melatonin-Produktion.

Zusätzlich können auch Fernreisen und Schichtdienste unseren Melatonin-Haushalt negativ beeinflussen. Das Symptom Jetlag ist dir wahrscheinlich ein Begriff. Mehr zum Thema „Folgen von Schlafmangel“.

Schlafhormon Melatonin

Cortisol – das Stresshormon weckt uns auf.

In den frühen Morgenstunden beginnt der natürliche Gegenspieler von Melatonin, das Stresshormon Cortisol, seine Tätigkeit aufzunehmen und läutet den Aufwachprozess ein.

Am Tag

Cortisol wirkt aktivierend und macht uns leistungsfähig. Die höchste Konzentration im Blut findet sich am Vormittag gegen 9 Uhr.

In der Nacht

Im Normalfall fällt der Cortisol-Spiegel abends wieder ab und Melatonin übernimmt das Ruder. 

Einflüsse auf den Cortisolspiegel

Wenn sich am Abend noch zu viel Cortisol im Blut befindet ist der Körper in einem Art Alarmzustand und daher ist dann an Schlaf oft nicht zu denken.

Schlafprobleme sind vorallem bei andauerndem Stress daher also leider vorprogrammiert.

Schlaf - Cortisol Stresshormon

Serotonin – das Wachhormon macht uns happy.

Tagsüber kurbelt das natürliche Sonnenlicht die Bildung des auch als Glückshormon bekannten Serotonin an.

Serotonin macht uns nicht nur wach und munter, sondern verschafft uns auch gute Laune und gibt uns Energie für den Tag.

Das Wachhormon wird im Körper mithilfe von Vitamin B6 und Magnesium aus der Aminosäure L-Tryptophan gebildet und dient unserem Körper als Ausgangssubstanz für das oben erwähnte Schlafhormon Melatonin.

Wenn wir uns also tagsüber viel im Freien aufhalten und genügend Sonne tanken, können wir auch nachts besser schlafen.

Schlaf - Serotonin Wachhormon

Wintermüdigkeit

Durch den Mangel an natürlichem Licht an Wintertagen zirkuliert auch tagsüber mehr Melatonin im Blut und stört unsere innere Uhr. Wir sind tagsüber müde und können nachts nicht gut schlafen. Deshalb ist es gerade auch wichtig im Winter an die frische Luft zu gehen und Sonne zu tanken. Dadurch können wir unseren Schlaf-wach-Rhythmus leichter im natürlichen Gleichgewicht halten.

Profilfoto Marion Kanalz

Marion Kanalz

Mitgründerin von MOVEVO

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